Kai-Uwe Kühn ist Professor of Economics an der University of East Anglia. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung als ökonomischer Berater in Wettbewerbsfragen. Prof. Kühn war der dritte Chef Ökonom der GD Wettbewerb der Europäischen Kommission.

Kai-Uwe Kühn ist Professor of Economics und stellvertretender Direktor des Centre for Competition Policy an der University of East Anglia. Er hat Gastlehraufträge am Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE) und der Georgetown University. Von Mai 2011 bis August 2013 war Prof. Kühn Chefökonom der GD Wettbewerb der Europäischen Kommission. Seit über 25 Jahren berät er Wettbewerbsbehörden und Privatunternehmen zu allen wettbewerbsökonomischen Themen des Kartellrechts, der Fusionskontrolle und Beihilferegelungen in der EU.

Seine Beratungstätigkeit deckt das gesamte Spektrum von Wettbewerbsthemen ab. Prof. Kühn beriet die Europäische Kommission und andere Wettbewerbsbehörden zur Wettbewerbspolitik (z.B. Marktdefinition, vertikalen Vereinbarungen, Informationsaustausch) sowie private Unternehmen zu wichtigen Zusammenschluss- (von GE/Honeywell in 2001 bis zu DriveNow/car2go, GaleriaKaufhof/Karstadt im letzten Jahr) und Marktmissbrauchsverfahren (von Microsoft I (Serverinteroperabilität) zu Fällen zu Meistbegünstigungsklauseln, Radiusklauseln im Vertrieb, und neuartigen Formen des Missbrauchs einer marktbeherrschenden Stellung (Datenschutzvorkehrungen) in der jüngsten Vergangenheit). Er ist auch seit Jahren als Parteigutachter in einer Vielzahl von Kartellschadensersatzfällen tätig. Während seiner Zeit als Chefökonom beriet Prof. Kühn den Wettbewerbskommissar in sämtlichen Fällen und wettbewerbspolitischen Initiativen (insb. der Modernisierung der Beihilferegelungen). Er leitete die Analyse bei zahlreichen Zusammenschlussvorhaben (z.B. Deutsche Börse/NYSE, UPS/TNT, Univeral/EMI, H3G/Orange Austria, Western Digital/Hitachi, Outokumpu/Inox) und Kartellrechtsverfahren (z.B. die Google, e-Books, und standardessentielle Patent Fälle), oftmals in enger Zusammenarbeit mit den jeweilig zuständigen Behörden der USA.

Den Großteil seiner akademische Laufbahn verbrachte Prof. Kühn als („tenured“) Associate Professor of Economics an der University of Michigan. Seine Forschung umfasst die theoretische, experimentelle und empirische Industrieökonomie mit einem breiten Themenspektrum: langlebigen Gebrauchsgüter, vertikale Integration und Verträge, Marktabschottung, Auswirkungen von Kreditbeschränkungen auf das Marktverhalten, sowie Kartellverhalten und die koordinierte Effekte von Fusionen. Seine Arbeiten wurde in führenden wirtschaftswissenschaftlichen Fachzeitschriften wie dem Journal of Political Economy, dem Rand Journal of Economics, dem American Economic Journal: Microeconomics und dem Journal of the European Economic Association veröffentlicht. Er war Mitherausgeber des Journal of Industrial Economics.

Practices
Education

Oxford University, DPhil in Economics

London School of Economics, MSc in Economics

University of Bonn, Vordiplom